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Kommentar von Matthias Risser

Wer will noch Koch werden?

Trotz vieler offener Stellen blieben auch heuer wieder einige Ausbildungsberufe auf der Strecke, wie Koch, Bäcker oder Metzger.

Vor gut drei Monaten haben Tausende bayerische Schulabsolventen ihre Ausbildung begonnen. Wieder erwiesen sich die Bereiche Mechatronik, Elektronik oder Anlagenbau als  Renner bei den Männern. Die jungen Frauen hingegen bevorzugten eine Ausbildung zur Büromanagerin, zur medizinischen Fachangestellte und zur Einzelhandelskauffrau.


Trotz vieler offener Stellen blieben auch heuer wieder einige Ausbildungsberufe auf der Strecke, wie Koch, Bäcker oder Metzger. Für die einen sind die Arbeitszeiten ein Horror, die mitunter vor Morgengrauen beginnen. Mit Blut in Berührung zu kommen ist auch nicht jedermanns Sache. Und der Koch, der oftmals einen Zwölf-Stundentag hat – und das im feuchten Küchenklima – dessen Job trifft ebenso auf wenig Gegenliebe.


Von daher liebäugeln immer mehr Jugendliche mit mittlerem Schulabschluss mit Schreibtischjobs. An diesen schätzen sie die geregelten Arbeitszeiten, die Gleitzeit und damit verbunden das spätere Aufstehen, bis zu 30 Tage Urlaub, Überstundenausgleich ... „Wenn du einmal da dabei bist, dann hast du es geschafft“, so kriegen es die jungen Leute eingetrichtert, vor allem von den Eltern, die ja bekanntlich nur das Beste für ihre Kinder wollen. Was aber ist nur immer das Beste für die Sprößlinge, die stundenlang in der digitalen Welt unterwegs sind und auch ihr direktes Familienumfeld oft nur so am Rande – zumeist durch Ohrstöpsel – en passant wahrnehmen? Sollen diese oft noch sehr jungen Menschen wirklich einen Bürojob ausüben, bei dem sie oft auf sich alleine gestellt sind?


„Handwerk hat goldenen Boden“ – dieser Spruch sollte in Zeiten, in denen Betriebe händeringend Nachfolger suchen, Konjunktur haben! Wie es kommen kann, dass aus Arbeitskräftemangel eine Betriebsschließung droht, zeigt ein Beispiel aus dem Gaststättenbereich. Beinahe hätte ein Würzburger Traditionsweinlokal dicht machen müssen, nur weil es keinen Koch fand. Oh weh, sollten eines Tages diese urfränkischen Lokale nicht mehr existieren, dann gute Nacht unverwechselbares Weinfranken.    

MATTHIAS RISSER

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