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Kommentar von Wolfgang Bullin

Verlässlichkeit ist gefragt

Haben Sie in den zurückliegenden Monaten immer gewusst, was gerade galt in Sachen Infektionsschutz oder auch Impfen? Wissen Sie was derzeit gerade gilt? Es war und ist nicht ganz einfach, sich da auf dem Laufenden zu halten.

Dass es in einer Pandemie Entwicklungen und Veränderungen gibt, ist eine Binsenweisheit. Und dass Behörden auf solche Entwicklungen möglichst umgehend reagieren sollten, ebenfalls. Hatte man anfangs die Ursache für einen Regelungswirrwarr und Ungleichzeitigkeiten vornehmlich in der föderalen Struktur hierzulande und mangelhafter Abstimmung beziehungsweise Übereinstimmung zwischen Bund und Ländern gesehen, scheinen derzeit andere Ursachen zu dominieren.

Da ist einerseits eine nach wie vor schwerfällige und gelegentlich auch überbordende Bürokratie. Andererseits erfolgt vor allem auf Bundesebene beinahe jede Woche eine neue Ankündigung oder gar ein neues Versprechen. Obwohl nach wie vor Impfwillige der Prioritätsgruppen 3 und sogar 2 trotz Registrierung noch nicht geimpft sind, wurde die Aufhebung der Priorisierung verkündet und der Eindruck erweckt, dass ab 7. Juni jeder und jede einen Termin bekommen könne. Doch der immer wieder angekündigte Impfturbo kommt nicht auf Drehzahlen: Auch in der ersten Junihälfte wird wieder weniger Impfstoff geliefert als angekündigt. Dennoch macht der Bundesgesundheitsminister – die Ständige Impfkommission ignorierend – auch unter 16-Jährigen ein Impfangebot.

Also: weniger Ankündigungen, die dann teilweise doch wieder zurückgenommen werden müssen. Nicht was wünschbar ist interessiert, sondern was nach aktuellem Sachstand machbar ist, und was eben (noch) nicht. Auch in Wahlkampfzeiten ist den Menschen mit Ehrlichkeit, Transparenz und vor allem Verlässlichkeit mehr geholfen als damit, dass jede Woche eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird, was allerdings – das sei zugestanden – meist mehr Aufmerksamkeit erregt.

Wolfgang Bullin

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