Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Den Sommer genießen!

Das Sonntagsblatt als Probeabo lesen.

Das Sonntagsblatt als Probeabo lesen.

Zum Probe-Abo
Kommentar von Wolfgang Bullin

Verantwortungsbewusst

Für die Artenvielfalt tun, was man selbst tun kann. Das ist eine Menge. Es fängt beim Einkauf an und hört bei den Wildblumen im Garten noch nicht auf.

Noch bis 13. Februar läuft das Volksbegehren Artenvielfalt, vielen wohl geläufiger unter seinem Motto „Rettet die Bienen!“ So wirkungsvoll dieses Motto ist, so stark verkürzt es allerdings das Anliegen des Volksbegehrens. Denn das geht weit über die Bienen hinaus, es zielt auf Erhaltung der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen.

Da jedoch derzeit Insekten besonders bedroht sind – der Rückgang beträgt teilweise 75 Prozent und mehr – erscheint die Zuspitzung auf die Biene berechtigt. So rückt hoffentlich die Bedeutung einer Tiergattung ins Rampenlicht, deren Vertreter größtenteils wenig Ansehen genießen und die den wenigsten im Zusammenhang mit dem Thema Tier- oder Artenschutz in den Sinn käme.

Doch gerade diese vermeintlich kleinen Rädchen haben im komplexen Getriebe der Natur ihren unverzichtbaren Stellenwert. All diese Dinge will das Volksbegehren angehen, nicht nur mit Absichtserklärungen, sondern mit konkreten Änderungen am und Ergänzungen zum Bayerischen Naturschutzgesetz.

Weil es so konkret wird, stößt die eine oder andere Forderung auf Widerstand, auch bei Gruppierungen, die eigentlich das Grundanliegen mittragen müssten, wie etwa der Bauernverband. Doch ist es bis zum Konkreten noch ein weiter Weg. Erst wenn innerhalb von zwei Wochen, also bis 13. Februar, zehn Prozent der Wahlberechtigten in Bayern durch ihre Unterschrift bestätigt haben, dass sie das Volksbegehren mittragen, kommt es zum Volksentscheid über die Gesetzesvorlage.

Die Devise heißt also: Sich gut informieren, um die eigene Entscheidung verantwortlich treffen zu können. Und für die Artenvielfalt tun, was man selbst tun kann. Das ist eine Menge. Es fängt beim Einkauf an, setzt sich zum Beispiel beim nicht mit Steinen zugepflasterten Vorgarten fort und hört bei den Wildblumen im Garten noch nicht auf. Die Natur ist die Lebensgrundlage der Menschheit; der Mensch ist auf die Natur angewiesen, die Natur als Ganze aber nicht auf den Menschen.  

 WOLFGANG BULLIN

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung