Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Himmel

Lesefreude mit dem Sonntagsblatt

Noch kein Geschenk zum Mutter- oder Vatertag?
Überraschen Sie mit einem Geschenk-Abo!

Noch kein Geschenk zum Mutter- oder Vatertag?
Überraschen Sie mit einem...

Mehr
Kommentar von Anna-Lena Herbert

Tradition und Moderne vereinen

Der Mai ist Marienmonat: Marienaltäre, Bildstöcke und Gebetsgrotten sind mit Blumen geschmückt. In der katholischen Kirche in Deutschland reklamieren derweil sowohl liberale Katholikinnen als auch traditionelle Glaubensvertreterinnen die Gottesmutter für sich und ihr jeweiliges Anliegen.

Dabei stehen sich die Reformbewegung Maria 2.0 mit der Forderung nach mehr Gleichberechtigung in der Kirche und Maria 1.0 als konservative Gegenreaktion gegenüber. Maria 2.0 möchte erreichen, dass Frauen endlich mehr zu sagen und mitzubestimmen haben, dass sie nicht an zweiter Stelle hinter den Männern stehen müssen. Ein Anliegen, das der Kirche im Jahr 2021 gut zu Gesicht steht. In einer Welt, in der Frauen sich viele Rechte erstritten haben, die einst nur Männer inne hatten, und in der junge Frauen und Männer zum Glück viel selbstverständlicher mit dem Anspruch auf Gleichberechtigung der Geschlechter aufwachsen, trägt Maria 2.0 dazu bei, die Kirche von ihrem Image als verstaubtes Relikt aus einem anderen Jahrtausend zu befreien.

Die Vertreterinnen von Maria 1.0 haben Bedenken, dass die Verkündung der frohen Botschaft unter der Liberalisierung und einer zu öffentlich ausgetragenen Debatte leiden könnte. Sie sehen keinen großen Änderungsbedarf, sondern stehen treu zur Lehre der Kirche. Sie setzen ganz auf Glaube und Vertrauen in Gott, so wie Maria es vorgelebt habe. Bei Maria 1.0 finden sie, die Kirche sollte sich wieder stärker auf ihre Grundlagen, wie etwa die Sakramente oder das Gebet, konzentrieren. Das sind wichtige Anliegen.

Damit die katholische Kirche im 21. Jahrhundert anschlussfähig bleibt, ist die Wahrnehmung als dialogfähige Institution, die um ihre Inhalte ringt, bitter nötig. Nur wenn sie unterschiedliche Positionen diskutiert, wie ja zum Beispiel auch beim Synodalen Weg, und dann das beste aus diesen Positionen vereint, bleibt Kirche für die Menschen von Bedeutung – und erreicht möglichst viele mit der frohen Botschaft.

Anna-Lena Herbert

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung