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Herbstlaub

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      Tembelea na marafiki*

      Jambo – karibu – karibu sana (Hallo – willkommen – herzlich willkommen). Trommeln, Trillerpfeifen, Vuvuzelas, Kuduhörner, mehrstimmige Gesänge, ausgelassene Tänze – wir sind angekommen.
      Mit so einem begeisterten Empfang haben wir nicht gerechnet.   Eine achtköpfige Delegation des Diöze-sanrates (Elisabeth Amann, Cordula Bils, Maria Hisch, Jürgen Lohmeyer, Joachim und Klaudia Schwarz, Lucia Stamm sowie Dr. Michael Wolf) hat sich am 26. Juli auf den Weg nach Mbinga, unserer Partnerdiözese in Tansania, gemacht. Nach insgesamt zwölf Stunden Flug sind wir in Daressalam gelandet. Die Abfertigung dort dauert „nur“ drei Stunden (getreu dem Motto „pole pole“ – immer mit der Ruhe), dann haben endlich alle ihr Visum und Burkhard Pechtl (nach zwei Jahren in Mbinga hier unter dem Name Burkhard Kapinga bekannt), unser Organisator vor Ort, nimmt uns in Empfang.   Während einer Stadtrundfahrt mit Bajajis (Dreirad-Autos) und öffentlichen Linienbussen besichtigen wir unter anderem die Kathedrale, die vor 122 Jahren von deutschen Benediktinern erbaut wurde und „immer noch steht“ (erstaunter  O-Ton einer Benediktinerin).   Am nächsten Tag fliegen wir mit einer kleinen Propellermaschine in gut zwei Stunden nach Songea – Empfang siehe oben. Mit dem Bus geht es weiter zum „Jimboni“, dem Bischofssitz in Mbinga. Vom Eingangstor bis zur Haustüre folgt eine Prozession mit den schon bekannten „Begleiterscheinungen“.  

      Dichtes Programm

      Das offizielle Programm beginnt am nächsten Morgen nach dem Frühstück mit einer Audienz bei Bischof John Chrisostom Ndimbo. Er stellt uns für den gesamten Aufenthalt den Vorsitzenden des Diözesanrates, Mr. Hyazinth, zur Seite. Bei einer Führung über das Areal besuchen wir die Baumschule, die Nursery School (Kindergarten), die Primary School (Grundschule) und die Albino-Schule. Auf der Fahrt zur alten Kathedrale St. Aloys machen wir Station im Schwesternkonvent der Untermarchtaler Vincentinerinnen. Dort gibt es eine Schule, in der Mädchen Hotelmanagement, Hauswirtschaft, Nähen und den Umgang mit dem Computer erlernen können (einer Kombination von Ausbildungspfaden, der wir später immer wieder begegnet sind). Gegen Abend erreichen wir das Uvicambi-Centre, in dem Jungen eine Schreinerlehre absolvieren können. Dieses Jugendzentrum kann auch für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden (zum Beispiel Hochzeitsfeiern, wie wir etwas später in einem Film eines Brautvaters auf dem Handy sehen konnten). Das Centre wurde von Burkhard Pechtl vor einigen Jahren mit Leben gefüllt und zwei Jahre lang geleitet.    Am folgenden Tag steht ein Besuch beim Town Director an, dem vom tansanischen Präsidenten eingesetzten Chef der Stadt. Er erklärt uns die politischen Strukturen in Tansania und erläutert uns seine Visionen für die Zukunft Mbingas. Mit dem Bus des Bischofs geht es nach Mbamba Bay am Malawisee. Für die 67 Kilometer brauchen wir dank der tansanischen Straßen circa fünf Stunden an reiner Fahrzeit – eine absolute Heraus-forderung für Bus, Fahrer und Passagiere. Unterwegs halten wir in der Pfarrei Kindimba mit dem New Sisters Convent. Die Begrüßung unter der Mitwirkung unterschiedlicher Schulklassen verläuft wie bereits bekannt mit Musik, Singen, Tanz und Ansprachen in praller Sonne, nur wir dürfen im Schatten sitzen. Der anschließende Imbiss besteht aus Reis, Spätzchen, Ugali (Maisbrei), Hähnchen und Spinat. 

      Kaffee und Mais

      Danach geht es weiter zu einer CPU – Coffee Processing Unit. Hier werden uns die einzelnen Schritte der Kaffeeverarbeitung gezeigt, von der Anlieferung über das Waschen, das Entfernen des Fruchtfleisches, das Fermentieren, das Trocknen und das Verlesen und Sortieren jeder einzelnen Bohne in Handarbeit. Der Würzburger Partnerkaffee wird von dieser CPU geliefert. Nach einem kurzen Gespräch mit der Geschäftsleitung gibt es ein gemeinsames Essen: Reis, Kartoffeln, Ugali, Hähnchen und Spinat.   Der nächste Halt ist Litembo, eine Gemeinde, in der es das größte Krankenhaus der Region gibt. Empfang am Ortsrand und Geleit zum Versammlungsplatz wie üblich! Danach Begrüßung durch verschiedene Gruppen. Unsere beiden Vorstandsmitglieder Luzia Stamm und Michael Wolf bekommen stellvertretend für die Delegation jeweils eine Kitenge  umgebunden und werden mit Taschen voller Mais (in Summe etwa 100 kg) und einem Eimer voll gemahlenem Kaffee beschenkt. Danach – wie schon üblich – Imbiss. Reis, Kartoffeln, Ugali, Hähnchen, Spinat.   Ankunft in Mbamba Bay nach Sonnenuntergang, Abendessen – Reis, Kartoffeln, Ugali, Hähnchen, Schweinefleisch, Spinat.   Tags darauf fahren wir zur Pfarrei Nangombo und besuchen den emeritierten Bischof Emmanuel Mapunda. Wir besichtigen Schule, Kapelle, Pfarrkirche, Schreinerei und Schneiderei. Auf dem Areal befindet sich auch der lokale Radiosender, der spontan mit Burkhard Pechtl, Michael Wolf, Maria Hisch und Klaudia Schwarz ein Interview führt. Der Katechet stellt die Aktivitäten in seiner Gemeinde vor, danach erfolgt eine Einladung zum Essen: ... und Fleischspieße. Wobei es sich der Altbischof nicht nehmen lässt, seine Gäste selbst zu bedienen.  

      Gespräche und Begegnungen

      Auf der Rückfahrt nach Mbinga verlassen zwei Zweiergruppen von uns den Bus, um drei Tage in verschiedenen Gemeinden zu verbringen. Die beiden letzten Paare werden in Mbinga ebenfalls jeweils zwei der insgesamt 25 Gemeinden zugeteilt. Diese direkten Begegnungen waren mit Burkhard Pechtl vereinbart worden, damit möglichst viele Eindrücke gesammelt und Gespräche persönlich mit den Menschen vor Ort geführt werden können.   Die folgenden drei Tage verbringen wir in Zweiergruppen in vier verschiedenen Gemeinden, in Mkumbi, Tingi, Lundumato und Mpapa. Dort sind gezielt Begegnungen mit den örtlichen Laiengremien und ein Austausch über die Situation vor Ort möglich. Es werden die einzelnen Filialen („Outstations“) und die jeweiligen Projekte dort besucht. Schwerpunkte sind die von der Diözese Würzburg geförderten Projekte, aber auch solche, für die sich die Pfarreien Unterstützung erhoffen. Die Gespräche mit den Menschen in den Pfarreien sind für uns aufschlussreich und bereichernd. Wir erleben beim festlich gestalteten Sonntagsgottesdienst in den Gemeinden die landestypische Form und Zeitdauer der Messfeier.    Einen kurzen Rückblick auf die Zeit in den unterschiedlichen Pfarreien gibt es am nächsten Tag zusammen mit dem Bischof. Danach folgt eine Sitzung mit dem Diözesanrat, bei der wir unsere Diözese kurz mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation vorstellen und ein wirklicher Austausch mit Fragerunde stattfindet.   Auf unserer Fahrt nach Peramiho sind wir am nächsten Tag zur Priesterweihe von Pfarrer Whittney Selig Ngahi eingeladen. Wir haben besondere Plätze, damit wir während des dreistündigen Gottesdienstes alles bestens sehen können, was auch mit kleinen Einschränkungen klappt. Tansanische Fotografen sind ebenso hemmungslos wie deutsche ... Es folgt ein Mittagessen und die Weiterfahrt.   Nichts Besonderes am nächsten Tag, nicht einmal Essen, nur zwölf Stunden Fahrt bei den ortsüblichen Straßenverhältnissen bis zum Ruaha Nationalpark.  

      Safari zum Abschluss

      Safari in Geländewagen durch den großen Park mit Baobab-Bäumen, Giraffen, Zebras, Kudus, Elefanten, ... vier der Big Five können wir beobachten. Ein grandioses Erlebnis!   Wieder ein Tag im Auto, diesmal 13 Stunden und kurz nach Erreichen des Ortsschildes von Bagamoyo ist das Auto defekt (pole pole). Den letzten Tag in Tansania verbringen wir hier am Indischen Ozean, von wo aus die Benediktiner ihre Missionierung gestartet und viele Sklaven freigekauft haben. Zwei Tage später (14. August) sind wir wieder im Hier und Jetzt gelandet. Asante sana (vielen Dank) besonders an Burkhard Kapinga!   Cordula Bils/Lucia Stamm

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