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Kommentar von Matthias Risser

Tanz um den goldenen Bitcoin

Für einen unbeschreiblichen Hype, sprich Übertreibung, hatte die Digitalwährung Bitcoin eine Woche vor Weihnachten 2017 gesorgt.

Für einen kurzen Moment war die künstliche Münze mit 20000 Dollar gehandelt worden. Somit hatte sich der Bitcoin-Kurs innerhalb von nur zwölf Monaten verzwanzigfacht. Aus 1000 Euro Einsatz waren also 20000 Euro geworden – ein Kursfeuerwerk zum Ausklang des Jahres.

Schon orakelten selbsternannte Experten für 2018 einen Kurs in Höhe von 200000 Dollar je Bitcoin – was einer Verzehnfachung entsprochen hätte. Die Chinesen waren es, die mit ihrer Warnung vor diesen Kryptowährungen, zu denen der Bitcoin als die größte zählt, für große Verunsicherung in der Fangemeinde sorgten. Plötzlich kannte der Bitcoin und in seinem Fahrwasser die anderen Kunstwährungen – abgesehen von kleineren Aufs und Abs – nur eine Richtung: abwärts gen Süden!

Jetzt, zum Jahreswechsel, summierten sich die Verluste der Anleger auf fast 80 Prozent. Eine gute Geldanlage sieht anders aus.

Als echten Wahnsinn muss man diesen „Tanz um den goldenen Bitcoin” bezeichnen. Während Bilder von hungernden Kindern aus dem Jemen und anderen afrikanischen Staaten über den Bildschirm flimmern, die Diskussionen um die Redlichkeit von Donald Trump nicht abreißen, und die drohende Klimakatastrophe Menschen in aller Welt schon jetzt hautnah zu spüren bekommen, tut sich mit Bitcoin und Co eine Parallelwelt auf. Ihre Mitglieder, zumeist jüngeren Semesters, meinen, vieles besser zu wissen als die Älteren. Sie verstehen nicht, dass man selbst nicht teilhaben will an einer wunderbaren Geldvermehrung. Als Bitcoin-Jünger predigen sie die Wiederauferstehung des schnellen Geldes nach dem Platzen der Spekulationsblase der New Economy zur Jahrtausendwende.

Wo soll das alles noch enden? Diese viel belächelte Frage sollte wieder Hochkonjunktur haben, angesichts der Kunstwelten, die rasant Oberhand gewinnen.    

MATTHIAS RISSER

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