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      Der Bischof besucht die Pastoralen Räume – ein Zwischenbericht

      Sich vor Ort selbst ein Bild machen

      Mit dem Diözesanforum im Herbst 2020 ist das Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ in die zweite Phase, die Gestaltungsphase, gestartet. Wie der Name schon vermuten lässt, dreht sich in diesem Abschnitt des Programms alles um die strukturelle und inhaltliche Ausgestaltung der 43 Pastoralen Räume, die im Herbst 2020 geographisch umschrieben und im Oktober 2021 offiziell durch Bischof Franz errichtet worden sind.

      Im Rahmen dieser Gestaltungsphase besucht Bischof Franz alle Pastoralen Räume, um sich selbst ein Bild über die Chancen und Fortschritte, aber auch über die Schwierigkeiten zu machen, die mit der Neugliederung der Diözese einhergehen. Corona-bedingt sind die bischöflichen Raumbesuche etwas verzögert mit dem Beginn des neuen Schuljahres im September 2021 gestartet und werden sich voraussichtlich bis ins Jahr 2023 erstrecken. In den vergangenen vier Monaten hat der Bischof die ersten sieben Pastoralen Räume besucht, darunter die Pastoralen Räume Bischofsheim, Ochsenfurt, Münnerstadt, Alzenau, Bad Brückenau, Aschaffenburg und Kitzingen.

      Breite Beteiligung

      Die Raumbesuche werden in der Steuerungsgruppe vorbereitet gemeinsam mit dem Referenten oder der Referentin der Gemeindecaritas und einer Referentin aus der Abteilung Pastorale Entwicklung. Sie sichten die relevanten Themen für den jeweiligen Raumbesuch. Auch die Auswahl der Teilnehmenden wird individuell mit den einzelnen Räumen besprochen. So können neben den genannten Akteuren, die bereits in die Vorbereitung involviert sind, auch Seelsorgerinnen und Seelsorger der Fachstellen auf Mittlerer Ebene oder Mitarbeitende anderer Einrichtungen wie etwa Tagungshäuser teilnehmen. Gleichermaßen ist die Teilnahme von Vertreter(inne)n von Verbänden und Initiativen, aber auch ökumenischer und kommunaler Akteure wie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oder Stadt- beziehungsweise Landrätinnen und -räten möglich.

      Die Pastoralen Räume in unserer Diözese sind sehr unterschiedlich aufgestellt und beschaffen – Räume in städtischem und in ländlichem Kontext, kleine und größere Räume, Räume die an andere Bundesländer oder Metropolregionen grenzen. Diese Verschiedenheit, die gleichermaßen zur Vielfalt unserer Pastoralen Räume führt, prägt nicht nur die Auswahl des Teilnehmendenkreises, sondern ebenfalls die Themen und Inhalte. Einige Pastorale Räume sind schon etwas länger auf einem gemeinsamen Weg, so haben beispielsweise Teams in der ersten Programmphase, der Erprobungsphase, bereits neue Leitungsmodelle ausprobiert und ausgewertet. Andere Pastorale Räume haben sich erst im vergangenen Jahr mit dem Eintritt in die Gestaltungsphase in den gemeinsamen Prozess begeben.

      Teambildung

      Die bischöflichen Raumbesuche haben zum Ziel, die Pastoralteams besser kennenzulernen, einen Eindruck von der bisherigen Entwicklung der Pastoralen Räume und Teams zu bekommen, aber auch, die schwierigen Themen zu identifizieren, die Haupt- und Ehrenamtliche bei der Ausgestaltung der Räume bewegen. Ebenso geht es um eine Analyse der aktuellen Situation, einen Blick auf anstehende Projekte sowie die Frage, welche Unterstützung erforderlich ist.

      Alle Raumbesuche beginnen mit der Vorstellung des Pastoralteams: Wo steht das Team? Inwieweit ist man bereits zusammengewachsen und arbeitet gemeinsam an relevanten Themen für den Raum? Auch Sichtung und (Neu-)Aufteilung der im Raum anfallenden Aufgaben spielen hier eine Rolle. Doch bevor die inhaltliche Arbeit richtig angepackt werden kann, steht der Prozess der Teambildung im Vordergrund. Mit der Errichtung der Pastoralen Räume wurden benachbarte Kolleg(inn)en, die sich bereits aus der Seelsorgekonferenz oder anderen Gremien kannten und eventuell punktuell zusammengearbeitet hatten, zu direkten Teamkolleg(inne)n. Die so neu geschaffenen Pastoralteams brauchen Zeit, sich als Team zu finden und gemeinsame Ziele, Ideen und einen Modus der Zusammenarbeit zu finden. Diese Punkte leiten direkt in die Inhalte über: Konnten bereits zentrale Aufgaben, wie beispielsweise die Klärung der Ansprechpersonen für die Pfarreiengemeinschaften beziehungsweise Untergliederungen, vereinbart werden? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Kolleg(inne)n in den Fachstellen auf Mittlerer Ebene und in an­deren relevanten Einrichtungen?

      7-Punkte-Plan

      An die Pastoralteams werden zur Zeit viele Aufgaben herangetragen. Gebündelt wurden diese als eine Art Fahrplan für die Gestaltungsphase im 7-Punkte-Plan, der beim Diözesanforum 2020 veröffentlicht wurde. In den einzelnen Räumen wurden Steuerungsgruppen damit beauftragt, die Entwicklung der Räume mit Hilfe des 7-Punkte-Plans weiter zu verfolgen. Ein zentraler Baustein im 7-Punkte-Plan ist die Sozialraumorientierung, die vor allem auch für Bischof Franz ein ausschlaggebendes Instrument zur Identifikation pastoraler Ziele und Aufgaben darstellt. Daher wird auch im Rahmen des Raumbesuchs ein Blick auf die sozialräumlichen Überlegungen und Entwicklungen geworfen: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit konkret, beispielsweise mit dem Kreiscaritasverband, mit anderen wichtigen caritativen, kommunalen und kulturellen Einrichtungen? Sind die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen im Blick? Wo können wir als Kirche einen Beitrag dazu leisten, das Leben der Menschen im jeweiligen Sozialraum zu bereichern? Wie sehen die konkreten Schritte hierzu aus?

      Miteinander

      Im zweiten Teil des Raumbesuchs geht es  um die Beteiligung ehrenamtlich Engagierter und gewählter Mitglieder der kirchlichen Gremien, wie Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen. Wie kann Partizipation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe gut gelingen? Welche Unterstützungsangebote brauchen ehrenamtlich Engagierte im Bistum Würzburg, um gut in den neuen Pastoralen Räumen mitgestalten zu können? Welche konkreten Projekte werden überlegt? Abschließend werden gemeinsam nächste Wegmarken formuliert und terminiert.

      Für 2022 sind bisher 13 Raumbesuche geplant; um dem Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, wurden einige Besuche, die für Ende 2021 und Januar 2022 geplant waren, verschoben. Der nächste Besuch wird voraussichtlich am 17. Februar im Pastoralen Raum Obernburg stattfinden.  

       M. A.

      ­In der Printausgabe lesen Sie mehr zu den Begriffen „Sozialraumorientierung“ und „Leitungsmodell ,in solidum‘“. Weiterführende Infos gibt es zudem unter: pastoralderzukunft.bistum-wuerzburg.de.

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