Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Den Sommer genießen!

Das Sonntagsblatt als Probeabo lesen.

Das Sonntagsblatt als Probeabo lesen.

Zum Probe-Abo
Gedanken zum Sonntagsevangelium – Vierter Sonntag der Osterzeit

Schafe – auch nur Menschen

Wo können Sie sich wiederfinden in dieser bunt gemischten Schafherde?

Evangelium

In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Johannes 10,27–30

Grüß Gott, liebe Leserin, lieber Leser. Über erfüllte Augenblicke, Gottvertrauen und Ihre eigenen Stärken haben wir in der vergangenen Woche zusammen nachgedacht. Und bestimmt haben Sie eine ganze Menge Talente entdeckt, die in Ihnen schlummern. Manche davon setzen Sie sicher bereits ein und andere Fähigkeiten warten vielleicht noch auf ihre Entfaltung.

Jesus hatte ein großes Talent für bildhaftes Erzählen. Er konnte in einfacher Sprache und eingängigen Bildern aus dem Lebensumfeld seiner Zuhörer komplizierte Sachverhalte deutlich machen. Heute werden wir wieder einmal – wie an jedem Vierten Ostersonntag – mit den Schafen verglichen. Wir haben hier am Spessartrand noch manchmal das Vergnügen, Hirten mit ihren Schafherden über die Wiesen ziehen zu sehen. Es gibt die unterschiedlichsten Schafs-Typen darunter.

Schauen Sie doch einmal, mit welchem Typ Sie sich am ehesten identifizieren könnten:

Da gibt es ganz folgsame Schafe, die gleich beim ersten Ruf auf den Hirten hören, oder mutige, die noch etwas abseits von der Herde die saftigsten Gräser erwischen. Es gibt helle und dunklere Schafe, junge Schafe, die sich nach den Älteren richten, und alte Schafe, die scheinbar nichts mehr erschüttern kann. Es gibt Schafe, die immer im Grüppchen bleiben und andere, die sich gerne auch mal von der Gemeinschaft entfernen und eigene Wege gehen. Dann gibt es sportliche Schafe, die mit Leichtigkeit über kleine Gräben springen oder über größere Steine, die im Weg liegen, und es gibt bequeme Schafe, die gerade mal die nötigsten Bewegungen tun. Es gibt forsche und ängstliche, zugängliche und zurückhaltende, neugierige und wählerische Schafe, manche sind auch richtig arrogant oder vertreiben andere von den besten Gräsern. Dann gibt es natürlich auch die, die am lautesten blöken können, und die ganz leisen. Ja, und manchmal ist auch ein schwarzes Schaf darunter.

Wo können Sie sich wiederfinden in dieser bunt gemischten Schafherde?

Für alle diese Schafe, mit ihren Ecken und Kanten, ihren individuellen Charakteren und Macken ist der Hirte da. Er kennt jedes einzelne Schaf, weiß um dessen Eigenart und setzt sich für jedes ein, sorgt und kümmert sich.

Jesus vergleicht den Hirten mit Gott, der sich genauso für uns Menschen, egal welchen Typs, einsetzt und für uns sorgt. Gott ist wie ein guter Hirte, der uns genau kennt und dem wir vertrauen können. Ja, Jesus selbst ist dieser gute Hirte. Er sagt von sich: „Ich und der Vater sind eins“ und „niemand wird sie (die Schafe – uns Menschen) meiner Hand, Gottes Hand entreißen.“ Gottes Hand ist ein Bild für Geborgenheit, für Zärtlichkeit und Geliebtwerden.

Ich denke dabei an eine Hand, die aufrichtet, die motivierend auf die Schulter klopft, die tröstet und Tränen abwischt, die zärtlich streichelt, die aber auch anstupsen, zupacken, aufheben und tragen kann.

Spürbar wird für uns die Hand Gottes durch die Hände der Menschen, mit denen wir zusammenleben, als erstes sicher durch Vater und Mutter.

Fragen Sie sich doch einmal: Durch wen oder was fühlen Sie sich an Gottes Hand erinnert, begleitet, gestreichelt, getragen? Wo spüren Sie Geborgenheit?

So schnell vergehen vier Wochen. Das war mein letzter Impuls. Vielleicht begegnen wir uns ja einmal in unserer Pfarreiengemeinschaft.

Ich wünsche Ihnen viele gute Erfahrungen – und dass Sie im ganz gewöhnlichen Alltag immer wieder Spuren von Gottes Liebe entdecken und sich begleitet fühlen.

Rainer Kraus („rainer.kraus@bistum-wuerzburg.de“) ist Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt, Kleinwallstadt/Hausen.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung