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Gedanken zum Sonntagsevangelium – Taufe des Herrn

Mit der Taufe fängt alles an

Wir sehen, Jesus braucht Zeit und Mut, um zu begreifen, was Gott mit ihm vorhat. Ihm wird klar, dass sich einiges in seinem Leben ändert.

Evangelium

In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.     

Markus 1,7–11

Schon als Kind hatten Jesus die heiligen Schriften, die Synagogengottesdienste, das Gebet und das, was seine Eltern ihm vorlebten, begeistert. Sein Beruf als Zimmermann war für ihn in jungen Jahren das Richtige, denn so lernte er die harte Arbeitswelt kennen. Doch dann trieb es ihn woanders hin. Es zog ihn hinaus an den Jordan zu Johannes dem Täufer, dessen Worte ihn ins Herz trafen, so dass er sich taufen ließ. Dabei kam der Geist Gottes auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach: „Du bist mein geliebter Sohn, dich habe ich erwählt.“

Hier geschieht das Wunder aller Wunder. Gott selbst, der Allmäch­tige, wird sichtbar und will als Mensch bei den Menschen sein. Sein Sohn, der unbekannte Zimmermann aus Nazaret, ist Gottes Sohn, das menschliche Angesicht des allmächtigen Vaters. Wer mich sieht, sieht den Vater, wird Jesus später sagen, und: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30).

Nach diesem einschneidenden Erlebnis setzt er sich der rauen Wüste aus und wird dort in der Einsamkeit vom Teufel in Versuchung geführt. Wir sehen, Jesus braucht Zeit und Mut, um zu begreifen, was Gott mit ihm vorhat. Ihm wird klar, dass sich einiges in seinem Leben ändert. Denn wenn der Geist Gottes auf einen überspringt, in einem wohnt und wirkt, hat alles Alte keinen Platz mehr.

Durch die Taufe wird Jesus ein neuer Mensch, der Gott repräsentieren soll. Das bedeutet Veränderung, Berufung. Dazu sagt Jesus „ja“. Er nimmt den Auftrag an und geht zu den Menschen. Er sammelt weitere Begeisterte um sich und lebt mit ihnen, als Wanderprediger, die ihre Berufung und Gottesbeziehung zu den Menschen bringen. So geschehen Begegnungen, Beziehungen, und viele Menschen werden heil und gesund. Jesus und seinen Jüngern wird immer klarer: Die Kranken brauchen den Arzt, nicht die Gesunden.

Und dieser „Geh-hin-Arzt“ und Hausarzt, er geht zu den Kranken, macht Hausbesuche und hilft den armen, kleinen und schwachen Menschen. Ja, er wirkt segensreich mit seinen Jüngern. Er praktiziert nicht in Krankenhauszentren und Ärztehäusern, wie es heute der Fall ist. Jesus macht Gott sichtbar in der damaligen Welt, und seine Jünger lernen von ihm und folgen ihm nach.

Fragen wir uns: Was lernen wir von Jesus und seinen Jüngern?

1. Es braucht zunächst gute und gesunde Familien, in denen die Liebe gelebt und weitergegeben wird.

2. Es braucht ein offenes und hörendes Herz für die Liebe Gottes und eine tiefe Beziehung zu ihm.

3. Es braucht ein liebendes und hingebendes Herz für die Menschen, besonders für jene an den Rändern stehenden Menschen, auf die Papst Franziskus hinweist.

4. Es braucht Menschen, die diese Liebe ausstrahlen, bei denen wir uns wohlfühlen und die andere begeistern.

5. Es braucht Menschen wie dich und mich, die diese Gottes- und Menschenbeziehung im Lebens­alltag in die Tat umsetzen.

Frage dich somit:

Willst du dich bemühen, ein begeisterter Mensch zu sein und Jesus Christus als großer oder als kleiner Seelsorger in der Welt zu repräsentieren?

Willst du zu dieser „Geh-hin-Kirche“ gehören und deine Taufgnade wirken lassen?

Geh‘ hin und handle danach, was du von der Frohen Botschaft Jesu Christi verstanden hast!

Albrecht Kleinhenz („albrecht.kleinhenz@bistum-wuerzburg.de“) ist Pfarrer i.R. in Bürgstadt

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