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Kommentar von Anna-Lena Herbert

Kreativ sein, Neues wagen

Genau jetzt besteht die Chance in der Kirche Neues zu wagen.

Die wohl herausforderndsten Monate der Corona-Pandemie haben begonnen. Neben Solidarität braucht es jetzt Zuversicht, Mut und Kreativität. Zu „kreativen Lösungen“ haben auch Bayerns Bischöfe die Kirchengemeinden aufgefordert. Sicher passiert vielerorts schon viel: Gottesdienste werden gestreamt oder neue Konzepte für bereits Bestehendes erarbeitet. Doch bisweilen fehlt der Mut. Man hat den Eindruck als schafften viele Seelsorger und Ehrenamtliche es nicht, sich vom Althergebrachten zu lösen. Muss an Allerheiligen unbedingt gemeinsam der obligatorische Rosenkranz gebetet werden? Geht Heilig Abend wirklich nicht ohne die traditionelle Christmette? Muss es derzeit unbedingt Weggottesdienste für Kommunionkinder geben? Einfach (vielmehr oftmals gar nicht einfach) das jeweilige Format an die Corona-Auflagen angepasst und weiter geht’s wie immer. Kreativ ist anders!

Es scheint als hätten viele Angst, dass althergebrachte Glaubensformen, die heuer nicht stattfinden, nächstes Jahr kaum einen mehr interessieren. Die Gefahr besteht. Aber zeigt Corona da bisweilen nicht nur, was in der Kirche noch trägt – und was nicht? Genau jetzt besteht daher die Chance Neues zu wagen. Die Gläubigen vor Ort sind gefragt. Sie müssen sich klar werden, was ihnen ihre Gemeinde wert ist und können einander in der Pandemie durch innovative Ideen zugleich schützen und stärken: Angehörige an Allerheiligen Kerzen für die Gräber gestalten lassen, Krippenspielideen für Familien daheim ausgeben, ein kurzes „Kirchenglockenkonzert“ für den ganzen Ort zur Christmettenzeit oder Vorbereitungspäckchen für Erstkommunionkinder und Post für Senioren zum Thema „Hoffnung“, jenem elementaren Glaubensbestandteil, das Christen durch die kommende Zeit tragen kann. Wenn die Kirche es schafft, den Menschen in diesen dunklen Monaten die stärkende Kraft des Glaubens nahezubringen – und sei es durch vermeintlich kleine Zeichen –, werden die Kirchenbänke nach der Krise vielleicht sogar voller statt leerer.    

Anna-Lena Herbert

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