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Kommentar von Wolfgang Bullin

Jede(r) kann etwas verändern

Standard-Ausreden helfen der Umwelt nicht mehr weiter, so das Fazit eines Vortrages mit Prof. Harald Lesch.

Mit der Auswahl des Referenten beim diesjährigen Diözesanempfang haben die Verantwortlichen ganz offensichtlich ins Schwarze ­getroffen. Von Beginn an zog Prof. Harald Lesch sein Publikum in den Bann, und diese Aufmerksamkeit ließ bis zum Schluss nicht nach (siehe dazu Seite 12/13 im Sonntagsblatt Nr. 5). Das lag zweifelsohne am Redner selbst, einer begnadeten Mischung aus Naturwissenschaftler, ­Philosoph und Unterhaltungskünstler.

Er ­verstand es bestens, komplexe Sachverhalte anschaulich zu erklären, Zusammenhänge deutlich zu machen, als selbstverständlich Erachtetes in Frage zu stellen –  auch zu mahnen, aber eben in der ihm eigenen Art.

Nicht minder gut gewählt war das Thema. Die wieder aufgeflammte Diskussion um ein Tempolimit auf Deutschlands Straßen, für die Bewahrung der Umwelt demonstrierende Schüler, die Dauerbrenner Plastikmüll und Feinstaub – die Liste der Belege dafür, dass die gewählte Fragestellung höchst aktuell ist, ließe sich beliebig fortsetzen. Aktuell ist sie, aber keineswegs neu.

Auch Harald Lesch hat sein Auditorium nicht mit Neuigkeiten überrascht. Im Grunde ist all das, was er präsentiert hat ­– etwas anders aufbereitet als üblich  –, längst bekannt. Es ist hinlänglich bekannt, bei manchen vielleicht sogar im Bewusstsein verankert. Aber abgesehen von einem gelegentlich schlechten Gewissen bleibt dieses Wissen bei den meisten ohne Konsequenzen im Handeln, im Alltag. Die Grundregeln, die vor allem unser Wirtschaften bestimmen – mehr Geld, höhere Geschwindigkeit, mehr Konsum –, scheinen mächtiger zu sein als Erkenntnis.

Was nach dem Lesch-Vortrag allerdings bei denen, der ihn ernst nehmen, nicht mehr greifen dürfte, sind die Standard-Ausreden für Passivität: „Zuerst einmal sind Politik und Wirtschaft gefragt, wenn sich etwas ändern soll.“ Und: „Ich als Einzelner kann ohnehin nichts ausrichten.“ Jeder Schritt in die richtige Richtung, und mag er auch noch so klein erscheinen, zählt. Denn: Wenn viele Leute, viele Schritte tun, bleibt das nicht ohne Wirkung.     

WOLFGANG BULLIN

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