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Kommentar von Raphael Schlimbach

Ist Gott auf einmal wertlos?

„Du bist noch katholisch?!“; „Der Mensch braucht keine Religion.“;

„Du unterstützt Kinderschänder.“; „Der Gott an den du glaubst, den gibt es überhaupt nicht.“ Begleitet werden diese Aussagen von überheblichem Grinsen und am Ende werde ich einfach offen ausgelacht. Eigentlich war es ein normaler Abend. Ich war in der Würzburger Innenstadt unterwegs und traf zufällig einen Studien-Bekannten. Man kam ins Gespräch. Was ich in Würzburg mache?: „Ich bin Volontär beim Sonntagsblatt.“ Von meinem ehemaligen Studienkollegen und seiner Begleitung kam sofort Unverständnis. Als ich erklärte, warum ich eigentlich katholisch bin, wurde aus Unverständnis schnöde Anfeindung.

Die meisten Katholiken dürften schon mal gefragt worden sein, warum sie noch Teil der Kirche sind. Als Christen ist es unsere Aufgabe, auf solche Fragen ehrlich zu antworten und für unseren Glauben einzustehen. Als Mensch habe ich mich gefragt, warum mein Gegenüber mich wegen meiner Religion einfach als „leichtgläubig“ bezeichnete, meine Intelligenz offen infrage stellte: „Eigentlich bist du ja nicht dumm, aber ...“ Hat das, woran ich glaube keinen Wert mehr? Vergebung, Liebe, Gemeinschaft und Trost?

Ich hatte den Eindruck, als hätte sich mein Gesprächspartner einfach zu weit von alldem entfernt. Ich unterstelle ihm und seinen Begleitern wohlwollend, dass er nicht begreifen konnte, dass er da meine religiöse Identität verächtlich machte und mich dieses „aufgeklärte“ Gehabe verletzt hat. Normal kann ich mit Kritik an meinem Glauben konstruktiv umgehen. Aber laut ausgelacht werden, weil ich Katholik bin? In Zeiten, in denen religiöse Diskriminierung sich leider wieder häuft, tat es mir leid zu sehen, welche Menschen Teil davon sind. Der normale Student von Nebenan. Manche sollten sich ins Gedächtnis rufen, dass nicht jeder seine Religion einfach so abstreifen kann, dass man gegen Diskriminierung einstehen muss, und dass diese sich eben auch gegen Katholiken richten kann.     

Raphael Schlimbach

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