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Blume auf Weg

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Betrachtung zum Sonntagsevangelium

Geht bei Ihnen die Sonne auf?

Begegnungen, in denen etwas aufgebrochen wird tief im Innern, hoffnungsvolle Begegnungen, bei denen die Sonne aufgeht und die Leben spüren lassen, das wünschen wir uns zu Ostern.

Evangelium

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse. 

Johannes 20,1–9
 

Frohe Ostern, liebe Leserin, lieber Leser. Gestatten Sie, dass ich mich kurz vorstelle: Mein Name ist Rainer Kraus, ich bin Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt, Kleinwallstadt/Hausen. Als Seelsorger bin ich oft Impulsgeber und hoffe, dass diese Impulse Glauben vertiefen, zum Nachdenken anregen und auch weiterwirken. Sie werden hier auch immer wieder Zwischenfragen finden. Da können Sie einfach drüber hinweglesen – oder Sie können sie für sich beantworten, dann entdecken Sie den Mehr-Wert dieser Seite. Jetzt wissen Sie schon ein bisschen was von mir.

Kommen wir zu Ihnen: Wie geht es Ihnen heute? Jetzt, wo wir sie wieder einmal geschafft haben, die letzten 40 Tage. Ja, die Fastenzeit liegt hinter uns, die österliche Buß- oder Erneuerungszeit. Diese letzte Bezeichnung gefällt mir persönlich am besten: österliche Erneuerungszeit. Da wird doch gleich ausgedrückt, worum es gehen soll: Altes überdenken, verändern, erneuern. Und das Ziel dieser Erneuerungszeit ist heute, Ostern, das Fest des neuen Lebens. Auf dem Weg dahin meint Erneuerung dann sicher auch: lebendiger werden, alles überdenken, was das Leben einschränkt, neue Wege finden.

Wie haben Sie Ihre Erneuerungszeit verbracht? Hatten Sie sich etwas besonders vorgenommen? Haben Sie es erreicht und spüren Sie sich deshalb heute lebendiger? – Herzlichen Glückwunsch dazu.

Ich glaube, das ist genau das, was Ostern in uns bewirken will: heute schon Auferstehung mitten im Leben entdecken, das Leben in uns immer deutlicher spüren, den neuen Aufbruch, neue Wege, mehr Lebendigkeit – gerade jetzt im Frühjahr, wo die Natur geradezu explodiert vor neuem Leben.

Wo wir gerade davon sprechen: Was macht für Sie persönlich Leben aus? Wie zugänglich sind Sie für andere? Wie sehen Ihre täglichen Begegnungen aus?

Bei manchen Begegnungen – das kennen Sie auch – da geht für uns die Sonne auf, da spüren wir etwas Helles und Leichtes in uns, da wird es uns richtig warm ums Herz. Das sind für mich Begegnungen, die uns etwas von dem neuen Leben, das Gott schenkt, spüren lassen.

In diesen Ostertagen hören wir in den Evangelien immer wieder von Begegnungen mit dem Auferstandenen – in der Osternacht und am Ostermorgen wird das leere Grab entdeckt. Und manchen reicht das schon – dem Jünger, der als erstes am Grab war, zum Beispiel –, um das noch zarte Pflänzchen des Auferstehungsglaubens zum Wachsen zu bringen, den Funken zu entfachen. Andere begegnen dem Auferstandenen leibhaftig – da sprießt das Pflänzchen und lodert der Funke auf. „Brannte uns nicht das Herz?“, so fragen sich am Ostermontag die Emmausjünger nach ihrer Begegnung mit Jesus. Ebenso begeistert sind die Frauen, die diese frohe Botschaft weitertragen.

Begegnungen, in denen etwas aufgebrochen wird tief im Innern, hoffnungsvolle Begegnungen, bei denen die Sonne aufgeht und die Leben spüren lassen.

Achten Sie doch einmal in der kommenden Woche auf Ihre Begegnungen.

Ist der/die andere hoffnungsvoller und lebendiger nach einer Begegnung mit Ihnen? Geht bei Ihrem Gegenüber – und bei Ihnen – die Sonne auf?

Wenn die Fragen in Ihnen noch weiterwirken, dann wünsche ich Ihnen gute Gedanken – und dass Sie im ganz gewöhnlichen Alltag immer wieder Spuren von Gottes Liebe, Spuren der Auferstehung und des neuen Lebens entdecken und sich begleitet fühlen.


Rainer Kraus („rainer.kraus@bistum-wuerzburg.de“) ist Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Christi Himmelfahrt, Kleinwallstadt/Hausen.

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