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    Einer neue Handy-App gibt Eltern Tipps für mehr Gelassenheit im Erziehungsalltag

    Entspannt(er) erziehen

    „Dein Zimmer sieht schon wieder aus wie ein Saustall! Hast Du jetzt endlich Deine Hausaufgaben fertig? Leg doch mal das Handy weg! Sätze wie diese gehen Eltern fast täglich über die Lippen. Von „entspannt erziehen“ kann da nun wirklich keine Rede sein. Die Macher der neuen Handy-App „Entspannt erziehen“ behaupten das glatte Gegenteil: „Entspannt erziehen ist möglich, und Erziehung darf auch Spaß und Freude machen.“

    Die ab sofort kostenlos im Google Play Store und im Apple App Store erhältliche Smartphone-Anwendung wurde von erfahrenen PädagogInnen und PsychologInnen aus Erziehungsberatung und Familienbildung entwickelt. Sie basiert auf dem KESS-Ansatz und einem bundesweit angebotenen Programm, das vom „Kess-erziehen-Institut für Personale Pädagogik“ und der „Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung“ (AKF) in Bonn entwickelt wurde. Neu daran: die peppige Aufmachung mit vielen interaktiven Elementen, Nachdenkimpulsen, kurzen Videoclips und kleinen Alltagshelfern wie Push-Nachrichten.

    Für Kinder von drei bis elf Jahren

    „Das Kurskonzept stellt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern in den Mittelpunkt“, erläutert Elisabeth Amrhein, die die App mitentwickelt hat und beim Familienbund der Katholiken (FDK) in Würzburg für alle Kess-Formate verantwortlich zeichnet. Grundlage sei eine „Haltung, die das Zusammenleben erleichtert: k wie kooperativ, e wie ermutigend, s wie sozial und s wie situationsorientiert.“ Denn, so die Expertin weiter: „Starke Eltern, die einen respektvollen, wertschätzenden und ermutigenden Umgang pflegen, fördern Eigenständigkeit, Selbstvertrauen und Lebensfreude ihrer Kinder und Jugendlichen ganz entscheidend.“

    Die übersichtlich und locker gestaltete App richtet sich an Mütter und Väter von Drei- bis Elfjährigen. Auch Großeltern können nach Ansicht von Elisabeth Amrhein profitieren. Inhaltlich besteht die Anwendung aus sieben Einheiten, die idealerweise in sieben Wochen „abgearbeitet“ werden. In den Wocheneinheiten geht es um Grundbedürfnisse von Kindern und Eltern, um Ermutigung und Stärken des Kindes, kindliche Sprache und Botschaften, Selbstständigkeit, Streitkultur, konsequente Förderung ohne Schimpfen sowie Kraftquellen für Eltern.

    Individuelle Regeln zwischen Eltern und Kind

    Erklärtes Ziel aller Einheiten ist ein kooperatives Familienklima. Das heißt konkret: Eltern und Kinder vereinbaren individuelle Regeln. Sie lösen Konflikte so, dass keiner zu kurz kommt. Statt ständig auf Fehlersuche zu gehen, werden die Stärken des Kindes in den Blick genommen. Die sozialen Grundbedürfnisse des Kindes nach Zugehörigkeit, Mitbestimmung, Bedeutung, Geborgenheit und Liebe haben ebenso ihre Berechtigung wie die Bedürfnisse der Eltern. Und das alles eben nicht stur nach Lehrbuch, sondern situationsorientiert und angepasst an die eigene Familie.

    Konkrete Erziehungstipps finden sich in der App dennoch – ebenso wie Reflexionsaufgaben und vertiefende Impulse. Interaktive Elemente laden dazu ein, das eigene Familienleben von außen zu betrachten, kurze Videos zeigen Lösungswege für alltägliche Konflikte auf. In einer „Schatzkiste“ können wichtige Erkenntnisse und Vorsätze gesammelt werden, an die man sich über individuell einstellbare Push-Nachrichten erinnern lassen kann. Fazit: Die App konzentriert sich aufs Wesentliche, macht Mut zur Veränderung und überfordert dabei nicht. Ein Versuch lohnt sich in jedem Fall!

    Anja Legge

    Die App gibt es ab sofort kostenfrei in den App-Stores oder unter www.entspannt-erziehen-app.de. Darüber hinaus bietet der Familienbund der Katholiken (FDK) weiterhin die bewährten KESS-Kurse an. Buchbar sind fünf verschiedene Elternkursformate sowie zwei Fort- und Ausbildungskurse für Lehrkräfte und ErzieherInnen. Ansprechpartnerin für alle KESS-Formate ist Elisabeth Amrhein, Telefon 0931/386-65225, E-Mail elisabeth.amrhein@bistum-wuerzburg.de.