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Im Bistum Würzburg gibt es unzählige attraktive Ziele für Einzelpilger

Einzel-Pilgern statt Gruppen-Wallfahrt

Die Veranstalter vieler Wallfahrten und Traditionswege reagieren auf das Wallfahrtsverbot im Bistum Würzburg; sie stellen auf ihren Internetseiten spirituelle Impulse und Gebetsanregungen für zu Hause bereit, müssen aber in puncto-Wallfahrtspraxis oft auf das Jahr 2021 vertrösten.

Zwar wurden die Ausgangsbeschränkungen Anfang Mai bayernweit aufgehoben, größere Versammlungen wie Wallfahrten bleiben jedoch aus Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung zunächst bis Ende August verboten. Im Bistum Würzburg betrifft das Wallfahrtsverbot auch diözesane Großereignisse wie die Kiliani-Wallfahrtswoche oder die Kreuzberg-Wallfahrt. Vor allem die Versorgung der oft über 500 Fußpilgerinnen und -pilger würde Probleme bereiten, meldet die Kreuzbruderschaft. Damit die seit Jahrhunderten stattfindende Wallfahrt 2020 nicht einfach wegfällt, erarbeitet der Vorstand ein Alternativprogramm, „das Wallfahrerinnen und Wallfahrer einladen möchte, den Weg zum Kreuzberg und zurück nach Würzburg in anderer Weise und Form mitzugehen“. Ähnlich reagieren die Veranstalter vieler kleinerer Wallfahrten und Traditionswege; sie stellen auf ihren Internetseiten spirituelle Impulse und Gebetsanregungen für zu Hause bereit, müssen aber in puncto-Wallfahrtspraxis oft auf das Jahr 2021 vertrösten.

Einzeln oder als Familie

Darüber hinaus gibt es aber noch eine andere, spirituell gewinnbringende und gesundheitlich unbedenkliche Art, mit den Füßen zu beten: Der Besuch einer Wallfahrtsstätte als Einzelpilger, Paar oder Familie bietet sich in diesen Zeiten besonders an. Bereits im April und Mai haben die betreuenden Seelsorger einzelner Orte einen stärkeren Zulauf verzeichnet. „Schon immer war Schmerlenbach ein Anziehungspunkt für private Wallfahrten Einzelner“, berichtet etwa Pfarrer Matthias Rosenberger von der Pfarreiengemeinschaft „Hösbach – Maria an der Sonne“. Und auch jetzt kämen die Menschen „in ihren ganz persönlichen Anliegen in die Wallfahrtskirche“.

Nicht nur die sprichwörtliche Muttergottes von Schmerlenbach ist dabei einen Besuch wert. Neben den bekannten Anziehungspunkten in Würzburg, Dettelbach, Mariabuchen, Hessenthal, Haßfurt, Volkach, Retzbach, Limbach sowie auf dem Engelberg, Kreuzberg, Volkersberg und Ehrenberg locken auch unzählige kleinere Kirchen oder Kapellen. Gerade sie erweisen sich bei näherem Hinsehen manchmal als wahre Kleinode.

Eine Hilfe bei der Auswahl eines passenden Ziels kann das Wallfahrtsportal des Bistums im Internet sein. Fast 60 kleine und große Wallfahrtsorte vom Ochsenfurter Gau bis hinauf in die Rhön und vom Untermain bis zu den Haßbergen listet die Homepage auf. In der nach Regionen sortierten Übersicht findet jeder Besucher einen gut erreichbaren Ort in Wohnort-Nähe oder ein reizvolles, bisher unbekanntes Kirchlein.

Kennen Sie beispielsweise die versteckte Waldkapelle „Maria Frieden“ inmitten des Obernauer Waldes? Waren Sie schon einmal im romantischen Steinthal oberhalb der alten Weinstadt Hammelburg mit seiner gleichnamigen Kapelle? Sind Ihnen die so genannten Maria-Schnee-Bilder in Unterebersbach und Bütthard ein Begriff? Neben stiller Andacht und wohltuender Ruhe lässt sich an vielen Orten auch so manches Neue entdecken: Wussten Sie beispielsweise, dass in Effeldorf eine Loreto-Kirche steht, die dem Ursprung nach dem Wohnhaus der Heiligen Familie in Nazareth nachgebildet ist? Oder haben Sie schon mal vom Matza­häusla in Eckartshausen gehört?

Zu den eher einsamen Pilgerzielen gehören neben den genannten auch die Frammersbacher Kreuzkapelle, die einst von den Glasmachern der umliegenden Spessart-Glashütten errichtet wurde, eine Wanderung rund um die ehemalige Kartause Grünau im Spessart mit Besuch der Faulbacher Madonna oder ein Spaziergang durch den mediterran anmutenden Schwarzkiefernwald auf dem Volkenberg mit dem Erlabrunner Käppele.

Infos im Wallfahrtsportal

Zu all diesen Orten bietet das Wallfahrtsportal interessante Hintergründe zu Lage und Baugeschichte, Sagen, Anekdoten und Spirituelles sowie Informationen zu Kunst, Glaube und Seelsorge. Schon bei einem ersten virtuellen Streifzug durch das Bistum wird klar, dass jeder dieser Orte ein ganz besonderes Flair besitzt.

Neben einzelnen Pilgerzielen ist auf dem Portal eine ganze Reihe von Pilger- und Wallfahrtswegen zu finden, die sich für Einzelpilger oder Kleingruppen empfehlen. Die meisten dieser Wege sind gut für einen Tagesauflug geeignet: so etwa der Franziskusweg in der Rhön, der Auferstehungsweg bei Bad Königshofen, der Augustinusweg bei Messelhausen oder der Fränkische Bibelweg in den Haßbergen. Einzeletappen kann man auch vom Jakobsweg gehen, der in mehreren Routen durchs das Bistum Würzburg läuft, oder vom Fränkischen Marienweg, der dank einer Erweiterung ins Bistum Bamberg nun stolze 2000 Kilometer misst und 90 Wallfahrtsorte miteinander verbindet.

Wer den Weg nicht nur zum Erreichen des Zieles, sondern auch spirituell nutzen will, wird beim Wallfahrtsservice des Bistums eine passende Anregung finden. Unter der Rubrik „Gebet unterwegs“ gibt es nicht nur Andachten, Rosenkranzgebete oder Litaneien für Gruppen, sondern auch gut formulierte Einzelgebete zu verschiedensten Lebensthemen.

Besondere Inspiration und Stärkung für die aktuelle Zeit bietet die Reihe „Pilgern durch die Corona-Krise“ mit Texten des aus Würzburg stammenden Linzer Moraltheologen Professor Michael Rosenberger (direkt auf der Startseite). Seine gut lesbaren und inhaltlich fundierten Überlegungen sind stets an der momentanen Situation aufgehängt und werden ein bis zwei Mal pro Woche erweitert. Mal bedeuten die Worte des Theologen Trost, mal beinhalten sie eine Warnung oder regen zum Nachdenken über das eigene Denken und Handeln an. Alles in allem ein Gewinn!    

Anja Legge

Infos

Wallfahrtsportal und Wallfahrtsservice des Bistums Würzburg finden Sie unter wallfahrt.bistum-wuerzburg.de und www.wallfahrtsservice.de. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der raschen Veränderungen momentan andere Öffnungszeiten als die dort angegebenen gelten können.

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