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      Kommentar von Ulrich Bausewein

      Ein Stück, das verunsichert

      In Würzburg hatte das Stück „Gott“ Premiere, eine Produktion des Theaters Chambinzky. Das Bistum Würzburg und kirchliche Einrichtungen unterstützen das Projekt als Kooperationspartner.

      18 Monate Zwangspause sind vorbei. In den Theatern am New Yorker Broadway hat der Spielbetrieb wieder begonnen. Die Corona-Pandemie in den USA ist dank Impfungen so weit eingegrenzt, dass in den Theatern die Lichter wieder angehen. Darüber darf man sich freuen. Vertrautes kehrt zurück, Liebgewonnenes ist wieder möglich. Das schafft etwas Beruhigung in einer Welt, die seit dem Frühjahr 2020 sehr verunsichernd gewirkt hatte.

      Fast zeitgleich mit der Wiederbelebung des New Yorker Theaterviertels hatte in Würzburg ebenfalls ein Stück Premiere: „Gott“, eine Produktion des Theaters Chambinzky. Das Bistum Würzburg und kirchliche Einrichtungen unterstützen das Projekt als Kooperationspartner.

      Das Stück „Gott“ schafft nicht Beruhigung, sondern verunsichert. Inhaltlich geht es um einen 78-jährigen Mann, der nach dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben möchte. Seinen Wunsch, ein tödliches Medikament zu erhalten, beleuchten Sachverständige aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf diese Weise werden Zuschauerinnen und Zuschauer mit der Frage konfrontiert: Sollte der Wunsch des Mannes erfüllt werden oder nicht?

      Es fällt auf, dass der sterbewillige Mann nicht unheilbar krank ist oder seine Autonomie verloren hat. Der Mann ist des Lebens einfach überdrüssig und sieht in seinem Dasein keinen Sinn mehr. Obwohl vielleicht noch viele Möglichkeiten offenstehen.

      Was dabei verunsichert: Jeder Mensch könnte an Stelle dieses Mannes sein – bei bester körperlicher Gesundheit. Gegen Lebens­überdruss gibt es keinen Schutz. Und verunsichernd ist auch die Frage, die sich anschließt. Würde dieser Mann sein Dasein auch dann als leer empfinden, wenn er eingebunden wäre in stützende Beziehungen? Menschen, denen stützende Beziehungen fehlen, gibt es viele. Gegen das Coronavirus wurden Impfstoffe entwickelt. Das Virus Bindungsarmut lässt sich nur mit Menschlichkeit besiegen.       

      Ulrich Bausewein

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