Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Amazonas-Synode

Bischof Bernardo Johannes Bahlmann

Bischof Bernardo Johannes Bahlmann

Zum Interview:
Sanierung der Fördereinrichtung Carl Sonnenschein in Schweinfurt abgeschlossen

Ein schöner Ort zum Lernen

Zweieinhalb Jahre sollte die Generalsanierung der Schweinfurter Carl-Sonnenschein-Schule mit angegliederter heilpädagogischer Tagesstätte dauern. Wer jemals selbst gebaut hat, weiß, dass unvorhergesehene Probleme, auch die besten Pläne zunichte machen können. Ein Jahr länger mussten Schüler, Lehrer und Betreuer schließlich in Übergangsquartieren ausharren. Doch das hat sich gelohnt: Die Einrichtung für Kinder mit besonderem emotionalem und sozialen Förderbedarf ist nun auf dem neuesten Stand. Nun wurde sie offiziell eingeweiht.

Das historische Gebäude des ehemaligen Städtischen Krankenhauses in der Robert-Koch-Straße ist bereits von außen eine Augenweide. „Bei der Einweihungsfeier hat Bürgermeister Sebastian Remelé es zu einem der schön- sten Bauten der Stadt erklärt“, sagt Rudolf Hoffmann (Foto), Geschäftsführer der Caritas-Schulen gGmbh, des größten privaten Schulträgers in Unterfranken.

Die Übergangszeit

Die umfassende Sanierung sei dringend nötig gewesen, habe die Fördereinrichtung das Haus doch bereits 1984 bezogen. Bis dahin hatte die 1976 gegründete „Sondervolksschule für Erziehungsschwierige“ über keine eigenen Räume verfügt, sondern andere Einrichtungen in Schweinfurt mitgenutzt.

Die Generalsanierung hat man ab 2015 in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Während der Bauzeit war die Schule in Containern in Grafenrheinfeld untergebracht, die Tagesstätte im jeweiligen von den Bauarbeiten unberührten Gebäudeteil in Schweinfurt – ein anstrengender Spagat für Schüler, Lehrer und Betreuer.

Hell und licht erscheint nun das Innere des Schulgebäudes, an den ein mittlerer Verbindungstrakt angefügt wurde. „Früher lag der Eingang im Hochparterre“, erinnert sich Hoffmann. Wegen der  Barrierefreiheit habe man das alte Zwischengebäude abgerissen und durch den Neubau ersetzt.

Wünsche und Ideen

Die Planung hatte das Architekturbüros HJP aus Würzburg inne. „Die haben das wirklich großartig gemacht“, sagt Hoffmann erfreut. Wichtig sei allen Beteiligten gewesen, dass die Mitarbeiter der Einrichtung ihre Wünsche und Ideen einbringen konnten. Tatsächlich scheint hier das Idealbild einer Schule verwirklicht worden zu sein: Es gibt kleine Klassenräume mit wohnlicher Atmosphäre, jeder mit einem Nebenraum für Einzelbetreuung. Die hochwertige technische Ausrüstung erleichtert Schülern wie Lehrern das Arbeiten.

Als wahre Kinderparadiese erweisen sich die vier Gruppenräume der Tagesstätte, die alle aufgrund ihrer Raumhöhe ein „Obergeschoss“ für Spiel und Rückzug haben, ebenso wie einen großen Tisch für gemeinsame Mahlzeiten, ein Aquarium und einen privaten kleinen Außenbereich. Auch der Spielplatz vor der Schule lässt mit Spielhäuschen, Klettergerüst und Wasserspielzone kaum Wünsche offen.

Ziel Re-Integration

Zugute kommt dies alles rund 50 Kindern aus Schweinfurt und Umgebung, die es im täglichen Leben nicht einfach haben. Die Carl-Sonnenschein-Schule unterrichtet Grundschüler, die wegen emotio- naler und sozialer Probleme im Regelschulalltag nicht Fuß gefasst haben. In Klassen mit rund zehn Schülern fällt ihnen das Lernen und der Umgang mit anderen leichter. Das Ziel ist aber immer eine Rückführung in die Regelschule.

Die Tagesstätte ergänzt die schulische Betreuung mit einem pädagogischen Sozial- und Freizeitprogramm. „Je bedürftiger die Kinder sind, desto mehr Zuwendung brauchen sie“, erklärt Hoffmann das aufwändige Konzept. Das Allerwichtigste sei, eine gute Beziehung zu den Kindern aufzubauen. Die Authentizität der Lehrer und Heilpädagogen sei enorm wichtig: „In dieser Einrichtung arbeiten Menschen, die das wirklich wollen und ihr Tun als Beruf und Berufung verstehen!“

Sämtliche zuständigen Stellen, etwa das Jugendamt, sind in die pädagogische Arbeit einbezogen. Die Begleitung der Familien hat einen hohen Stellenwert. So wird die Grundlage dafür geschaffen, dass die Kinder irgendwann dennoch ein eigenständiges Leben führen und eine Berufsausbildung machen können.

Besser Lernen

Nicht ohne Grund habe die Caritas-Schulen gGmbH sich für eine derart hochwertige Neugestaltung der Föderereinrichtung entschieden. „Ein schöner Ort tut dem Menschen gut. Kinder, die sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, lernen und entwickeln sich besser“, ist Hoffmann überzeugt. Der Namensgeber des Hauses, Carl Sonnenschein (1876 –1929) war übrigens katholischer Priester, radikaler Wohltäter und Pionier der Sozialarbeit. Das jetzige Konzept hätte ihm wohl sehr gut gefallen.    

Karen A. Braun

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung