Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Geschenk gesucht?

Zum Geburtstag Woche für Woche Lesespaß verschenken!

Zum Geburtstag Woche für Woche Lesespaß verschenken!

zum Geschenk-Abo

Drastisch, aber treffend

„Innerkirchliche, klerikalistische Machtstrukturen müssen zeitnah aufgebrochen werden, denn das Problem liegt im System!
 Das belegt die Missbrauchs-Studie eindeutig. Keine Begründung im Kirchenrecht oder des kirchlichen Lehramtes ist haltbar, wenn klar wird, dass dadurch sexualisierte Gewalt begünstigt wird. Es braucht endlich Veränderungen.“ So heißt es in einem Papier, das die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) bei ihrer Herbstvollversammlung beschlossen hat. Nicht weniger deutlich sind die sieben darauf folgenden Forderungen formuliert – nicht Wünsche, Anregungen oder Vorschläge, sondern Forderungen. Da geht es beispielsweise um eine unabhängige kirchliche Verwaltungsgerichtsbarkeit, eine gleichberechtigte Teilhabe von Laien und Geweihten an der Leitung, die Gleichstellung von Frauen und Männer auch in der Ämterfrage, um den Pflichtzölibat, die Sexualmoral, die Priesterausbildung.    Warum diese Schärfe und warum wieder die Dauerthemen Zölibat und Rolle der Frau in der Kirche, mag mancher da fragen. Zum einen, weil es eben Dauerthmenen sind, bei denen sich so gut wie nichts bewegt, zum anderen, weil die Missbrauchs-Studie ergeben hat, dass auch die Strukturen, die durch diese Unbeweglichkeit bewahrt werden, den Missbrauch und dessen Vertuschung ermöglicht und begünstigt haben. Wenn es um wirkliche Aufarbeitung geht, und nicht nur darum, mit dem Reformeifer solange durchzuhalten, bis Gras über die Sache gewachsen ist, kommt man um diese Fragestellungen nicht herum. Selbst der Verweis auf die Weltkirche ist diesmal kein Ausweg, denn Missbrauch ist ein Problem auch der Weltkirche. Das viel beschworene Zurückgewinnen von Vertrauen geht ebenfalls nur so. Es kann und darf aber nicht das alleinige Motiv für Veränderung sein. Das lautet vielmehr: Kirche muss so organisiert sein, dass solche eklatanten Verstöße gegen ihren Auftrag, die Liebe Gottes zu bezeugen, nicht mehr möglich sind – und auch nicht deren Vertuschung.   WOLFGANG BULLIN

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung