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Gedanken zum Sonntagsevangelium – Erster Fastensonntag

Die Zeit ist erfüllt, auch heute

Das Reich Gottes ist nahe. Was Jesus damit sagen möchte: Der Boden ist bereitet, viele durften schon Heilserfahrungen machen, von allen braucht es „nur“ Vertrauen, Bereitschaft, Mut und Liebe, um Sein Reich Wirklichkeit werden zu lassen.

Evangelium

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

Markus 1,12–15

Der letzte Satz des Sonntagsevangeliums begleitet mich schon viele Jahre und verliert nicht an Aktualität. In Jesu Mund werden die Worte gelegt: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.

Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Und für mich ist das kein frommer Satz, der einlädt zu einem persönlichen Innehalten, sondern ein Wachrütteln bis in unsere Zeit hinein.

Damals, so müssen wir es uns vorstellen, war für Jesus das Maß voll. Derjenige, der ihn angekündigt hatte – Johannes –, wurde ausgeliefert und später enthauptet (Lukas 9,9). Johannes, der dem Gottessohn den Weg bereitet hatte, musste aufgrund seines Glaubens an den Gott Jesu Christi sterben.

Auch Jesus steht in der Verkündigung des Evangeliums Gottes und spürt, wie herausfordernd und gleichzeitig gefährlich diese ist. Das Reich Gottes ist nahe. Was Jesus damit sagen möchte: Der Boden ist bereitet, viele durften schon Heilserfahrungen machen, von allen braucht es „nur“ Vertrauen, Bereitschaft, Mut und Liebe, um Sein Reich Wirklichkeit werden zu lassen. Mit der Umkehr auf diese Werte hin und dem Glauben an Sein Evangelium, Seine frohe Botschaft, wird das Leben gelingen.

Und diese Botschaft ist so aktuell wie damals. Für mich heute bedeutet sie Stärkung im Einsatz gegen Ungerechtigkeiten in unserer Welt, auch in unserer Kirche. Deshalb setze ich mich ein in der Bewegung Maria 2.0, weil ich meine, dass die Zeit erfüllt ist, dass Männer und Frauen die gleichen Pflichten und Rechte bekommen müssen im Dienst an unserer Kirche und am Nächsten. Weil ich meine, dass alle Menschen gleich sind vor Gott, ganz gleich, welcher sexuellen Ausrichtung. Weil ich meine, dass alles Unrecht, besonders auch in Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch in unserer Kirche, an den Tag gebracht werden muss, und zwar ohne Wenn und Aber. Weil ich meine, dass die Zeit erfüllt ist, der Versuchung zu widerstehen und Macht zu teilen, oder noch besser, Macht umzuwandeln in Auftrag und Aufgabe.

Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Einen guten Ersten Fastensonntag!

In unserer Kirche, im Morgen, wird das Wort Jesu nicht nur verkündet, sondern auch gelebt. Wird der Mensch, jeder so, wie er ist, geliebt. Wird getanzt und gelacht und gefeiert. Wird das Brot geteilt und das Leid. Wird der Wein geteilt und die Freude. In dieser Kirche, im Morgen, siegen Mut und Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl über Angst und Machtgier, Ausgrenzung und Selbstmitleid. In dieser Kirche, im Morgen, sind Frau und Mann Kind und Greis, Homo und Hetero, arm und reich, gebunden und ungebunden, zusammen und allein. Willkommen an jedem Ort und willkommen in jeder Berufung. Willkommen als lebendiger Widerschein von Gottes liebendem Blick. (Andrea Voß-Frick)

Karin Farrenkopf-Párraga („karin.farrenkopf-parraga@bistum-wuerzburg.de“) ist Gemeindereferentin und Gemeindeleiterin in Stockstadt

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