Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Palmkätzchen

Gottesdienste und Gebete

Alternativen in Zeiten der Corona-Krise 

Alternativen in Zeiten der Corona-Krise 

Mehr
Kommentar von Raphael Schlimbach

Die Wohnung ist kein Hamsterbau

Was beim Hamster funktioniert, kommt derzeit auch beim Menschen in Mode.

Der heimische Feldhamster stopft sich das ganze Jahr über Samen, Beeren, Mais und mehr in seine dicken Hamsterbacken. Mit diesen prall gefüllten Tragetaschen belädt er seinen Bau mit bis zu fünf Kilo Futter im Jahr. Diese Vorräte bringen den fleißigen Sammler über den Winter.

Was beim Hamster funktioniert, kommt derzeit auch beim Menschen in Mode. Nur: Bei uns hat man keine Angst vor dem kalten Winter, sondern vor SARS-CoV2 – dem Coronavirus. Veranstaltungen werden abgesagt, Schulen geschlossen und wer der Panik am nächsten steht, der tut es dem Hamster gleich: Die Einkaufstaschen vollgepackt wie die Hamsterbacken und schnell die Vorräte nach Hause gebracht.

Aus Angst in der drohenden Corona-Quarantäne zu verhungern, kaufen manche zuhauf Nudeln und Konserven. Dabei gibt es für die Leute, die tatsächlich in Quarantäne sind schon Versorgungsdienste, die ihnen Lebensmittel zur Wohnung bringen. Versorgungsengpässe erwartet der Einzelhandel auch nicht. Genau wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, dass die Medikamentenversorgung gesichert sieht. Trotzdem Hamstern die Bürger fleißig weiter. Das Internet ist voll mit Bildern von gestürmten Supermärkten und turmhoch gestapeltem Dosenessen in Einkauswägen.

Skurril wird das Hamstern dann, wenn Kunden sich mit Toilettenpapier und Desinfektionsmitteln eindecken. Niemand der nicht gerade eine öffentliche Toilette betreibt, benötigt 60 Rollen Klopapier und fünf Liter Sagrotan. Wenn schon Krankenhäuser sich um ihren Vorrat an Desinfektionsmittel sorgen, weil Ottonormalbürger glaubt, sich einen Armeevorrat anschaffen zu müssen, dann sollten wir uns wirklich fragen, ob wir es mit der Vorsicht nicht etwas übertreiben.

Allen fleißigen Hamstern sei gesagt: Einfach regelmäßig die Hände waschen. Überlassen wir das Desinfektionsspray doch den Ärzten und Altenpflegern, die es bei der täglichen Arbeit brauchen. Zuviel davon ist sowieso schlecht für die Haut.    

RAPHAEL SCHLIMBACH

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung