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Serie zum Thema Fundraising (Teil 7)

Die griffige Gegenleistung

Mit Blick auf Firmen stellt sich beim Fundraising oft die Frage: Was unterscheidet Sponsoring von einer Unternehmens-Spende? Der Unterschied besteht in der „Gegenleistung“. Beim Sponsoring bekommt das Unternehmen eine Gegenleistung für die Gabe, bei der Unternehmens-Spende wird das nicht erwartet.

Die bekannteste Gegenleistung ist Werbung, beispielsweise der Abdruck des Firmenlogos auf einem Flyer oder die Veröffentlichung auf der eigenen Website. Hier geht aber mehr. Man kann dem Unternehmen auch Gegenleistungen anbieten, die aus der Kernkompetenz der eigenen Organisation stammen und so aus der Masse der Sponsoringanfragen herausragen.

Warum soll nicht eine Fachstelle für kirchliche Jugendarbeit einem größeren Unternehmen ein gruppenpädagogisches Training für Auszubildende anbieten, wenn man sowieso schon ausgebildete Ehrenamtliche in den eigenen Reihen hat. Die Firma kann sich das Ganze auch durch externe Trainer einkaufen. Aber es ist doch mit echten Jugendleitern spannender und authentischer und zudem tut man noch etwas Gutes.

Qualität bieten

Auf der anderen Seite ist man in der kirchlichen Organisation bei einer solche Aktion gezwungen zu prüfen, was man  an Qualität wirklich zu bieten hat – eine fruchtbare Gewissenserforschung die wieder zeigt, dass Fundraising viel mit Organisationsentwicklung zu tun hat. Vom pastoralen Mehrwert in der Begegnung mit neuen Zielgruppen ganz zu schweigen.

So eine Sponsoring-Partnerschaft fällt allerdings nicht vom Himmel. Sie muss erarbeitet werden. Es gilt, Pakete zu schnüren. Wie viel Geld wollen wir vom Unternehmen ganz konkret und was bieten wir als Gegenleistung? Ein knackiges Anschreiben mit einer kurzen Projektbeschreibung wofür das Geld verwendet wird ist der nächste Schritt.

Türöffner suchen

Dann kommt die Recherche. Welche und wie viele Unternehmen sprechen wir an? Haben wir Türöffner, die dort ein gutes Wort für uns einlegen? Finden wir heraus, wer im Unternehmen für eine solche Anfrage zuständig ist? Und sind wir in der Lage, bei den Unternehmen, die wir anschreiben, innerhalb von 14 Tagen nachzutelefonieren? Die Faustregel lautet: lieber weniger als mehr Unternehmen. Dafür dann die richtigen Adressaten, bei denen man einen Türöffner kennt und sich zutraut, charmant nachzufragen. Eines gilt es noch zu beachten: Sponsoring-Gelder sind keine Spenden sondern steuerpflichtige Einnahmen. Entsprechende Freigrenzen mildern die Steuerpflicht jedoch ab.

Wer Sponsoring zu aufwändig findet, wendet sich an ausgewählte Unternehmen und bittet einfach um eine Spende. Hier brauchen sich die Verantwortlichen keine Gedanken über die Gegenleistung machen und nicht nachtelefonieren. Andererseits fällt man in der Masse der Spendenbitten auch nicht auf.     

Martin Schwab

Fundraising bedeutet, geplant und geduldig Ressourcen einzuwerben. Meist geht es dabei um Geld. Für den englischen Namen gibt es keine passende deutsche Übersetzung. Deshalb hat er sich auch bei uns durchgesetzt. In einer Serie stellt das Sonntagsblatt in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle „Fundraising” die Aspekte und Instrumente des Einwerbens von Spenden vor. Ansprechpartner: Dr. Martin Schwab, Haafstraße 18, 97082 Würzburg; Telefon 0931/386-11860; E-Mail „martin.schwab@bistum-wuerzburg.de”.

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