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Kommentar von Ulrich Bausewein

Demokratie verlangt nach Respekt

Respekt ist eine Wurzel der Demokratie. Erst respektvoller Umgang ermöglicht Dialog, Kompromiss und Interessenausgleich.

Respektvoller Umgang kann so aussehen: Nach den schockierenden Samstagabend-Krawallen in Stuttgart berichteten Polizisten am Montag darauf von großer Solidarität seitens der Bevölkerung. Bürger seien auf die Wachen gekommen, um den Beamten zu danken, berichtete die „Schwäbische Zeitung“. Die beteiligten Polizisten verdienen diesen Respekt und diese Anerkennung. Dank gebührt auch den Menschen, die den Beamten ihren Respekt gezeigt haben. Respektvoller Umgang bedeutet aber noch mehr – und zwar ethnische und kulturelle Vielfalt zu akzeptieren. In dieser Hinsicht gibt es zum Beispiel bei der AfD einen gehörigen Mangel an Respekt. Erst im Juni bescheinigte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg der AfD, in ihren Reihen gebe es exponierte Personen, die ein rassistisches, gegen die Menschenwürde verstoßendes Volks- und Menschenbild erkennen lassen.

Verständlich, dass die etablierten Parteien mit der AfD nicht zusammenarbeiten und Kirchentagsverantwortliche keine Einladungen an AfD-Vertreter mehr aussprechen wollen. Respektvoller Umgang erfordert Respekt auf beiden Seiten. Eine Partei, in der sich Rassisten profilieren dürfen, hat keinen Respekt. „Ich halte die Bewahrung von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit für eine ganz zentrale, vielleicht für die größte Herausforderung unserer Generation.“ Das sagte kürzlich der Präsident des Bundesverfassungs­gerichts, Stephan Harbarth, im ZDF. Er sprach über die gestiegene Anziehungskraft von autoritären Führungsmodellen in der Welt und ergänzte: „Wir leben in gewisser Weise in einer schwankenden Zeit.“ Ja, diese Zeit schwankt. Und verantwortlich dafür sind viele, zum Beispiel die AfD und Randalierer wie in Stuttgart. Wer sich des­wegen sorgt, sollte selbst den Respekt gegenüber anderen immer hochhalten.  

Ulrich Bausewein

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