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    Kommentar von Anna-Lena Herbert

    Atomkraft? Nein danke!

    Dass Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck in Krisenzeiten am Atomausstieg festhalten will, ist ihm hoch anzurechnen. Krisen sollte man nutzen, um die Dinge zum Positiven zu verändern – und nicht, um in alte, noch dazu schlechte Verhaltensmuster zurückzufallen.

    Dass Kernkraft nicht nur schlecht, sondern schrecklich ist, haben Tschernobyl und Fukushima bewiesen – und der ganze strahlende Atommüll, für den bezeichnenderweise noch immer kein Endlager gefunden ist. Obschon die damalige CDU-Vorsitzende Angela Merkel nach der Atomkatastrophe in Japan 2011 als Bundeskanzlerin den Ausstieg auf den Weg gebracht hatte, schreit nun allen voran die christliche Union wegen der drohenden Energieknappheit nach einem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken.

    Dabei sollten gerade christliche Politiker die Schöpfung bewahren – und nicht verstrahlen. Doch es ist anscheinend bequemer sich auf althergebrachter, wenn auch gefährlicher Technologie auszuruhen, statt Wähler und Industrie aufzufordern, sich über den Winter bestmöglich einzuschränken. Lieber gaukelt man eine einfache Lösung vor, deren Hypothek künftige Generationen zahlen. Das ist fahrlässig. Die ewig gestrigen Meckerer sollten lieber den Minister in seinem Bemühen, die Energiekrise zu bewältigen, mit zukunftsweisenden Lösungen unterstützen. Ist doch die Union maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien hierzulande massiv verschleppt wurde. Den Grünen Habeck anzugreifen, der das ewige Blockieren nun ausbaden muss, ist mehr als billig. Es ist armselig!

    Hand aufs Herz! Wenn Sie früher am Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld bei Schweinfurt vorbeifuhren, hatten Sie da nicht auch jedes Mal ein leicht mulmiges Gefühl? Man wusste immer: Wenn da was schief geht, dann gute Nacht schöne Gegend. Inzwischen ist dieses Atomkraftwerk stillgelegt. Das ist beruhigend. Die mutwillige Kurzsichtigkeit mancher Politiker ist es eindeutig nicht.

    Anna-Lena Herbert