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Wer wochenends zur Messe auf den Kreuzberg will, muss sich nun anmelden

Am Berg ist es nicht länger still

Fast zwei Monate war der Kreuzberg nahezu ausgestorben. Öffentliche Gottesdienste fanden keine statt, die Klosterschänke und der Berggasthof Elisäus hatten geschlossen. Nun haben der Biergarten und die Schänke wieder geöffnet. Und seit Pfingsten gibt es zu den üblichen Zeiten auch wieder Gottesdienste am Kreuzberg.

Allerdings stehen nur 28 Plätze in der Klosterkirche zur Verfügung. Aufgrund der Auflagen wegen der Corona-Pandemie müssen die Gläubigen zwei Meter Abstand halten. Jede zweite Kirchenbank bleibt daher gesperrt. Das Stehen im hinteren Bereich der Kirche ist nicht erlaubt. Die beschränkte Zahl an Plätzen macht eine telefonische Anmeldung (siehe Kasten) über die Rezeption der Klosterbetriebe nötig. Zu Pfingsten waren die zur Verfügung stehenden Gottesdienstplätze begehrt. „Das Anmeldeverfahren über die Rezeption hat gut funktioniert“, sagt der Guardian des Klosters, Pater Georg Andlinger, zufrieden.

Dass nur 28 Gläubige Platz nehmen konnten, führte allerdings zu einer neuen Erfahrung von Gottesdienst am Kreuzberg: „Es ist ungewohnt. An Sonn- und Feiertagen haben wir sonst eine volle Kirche.“ Der Außenlautsprecher zum Kirchenvorplatz werde nicht eingeschaltet, erklärt Pater Georg. „Wir können auf dem Freiplatz die Abstandskontrollen und Teilnehmerzahl für Gottesdienste im Freien nicht kontrollieren.“

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Außerhalb der Gottesdienstzeiten steht die Kirche zum persönlichen Gebet zur Verfügung. Auch die Kerzenkapelle ist wieder offen. Es wird darum gebeten, dass nicht mehr als zwei Personen oder eine Familie in der Kapelle verweilen. Wallfahrten gibt es auf den Kreuzberg im Moment keine. Das bischöfliche Dekret ist da eindeutig: Wallfahrten „sind bis auf weiteres verboten.“

Für den 23. Mai war eine Ökumenische Kreuzbergwallfahrt mit der Regionalbischöfin des Evangelisch-Luth- erischen Kirchenkreises Ansbach-Würzburg Gisela Bornowski und Bischof Franz geplant. Sie soll 2021 nachgeholt werden. Auch die große Würzburger Wallfahrt, die seit 1647 alljährlich Ende August zum Kreuzberg führt, wird heuer nicht in gewohnter Form stattfinden. Über alternative Formen wie Gebetsimpulse im Internet denken die Organisatoren derzeit nach.

Glaube und Genuss

Wer zum Kreuzberg kommt, der genießt auch gerne das süffige Klosterbier, ganz nach dem Motto des Heiligen Bergs der Franken: „glauben und genießen“. Das ist seit Mitte Mai wieder möglich – sei es im Biergarten oder den Gasträumen der Klosterschänke. Letztere werden je nach Bedarf geöffnet. Pilger und Wanderer können seit Pfingsten auch wieder im Kloster übernachten.

Wie in der Kirche gibt es in der Gastronomie einige Auflagen und Einschränkungen zu beachten. Im Biergarten stehen 60 Tische, weniger als sonst, für die Gäste zur Verfügung. So kann der Abstand eingehalten werden. Um die Übersicht über das Gästeaufkommen zu behalten, sind Klostergelände und Biergarten mit Gittern abgesperrt. Kirche und Kapelle sind von der Schänke aus daher nicht zugänglich, sondern über den Weg an den Kreuzwegstationen oder den unterhalb des Klosters am Friedhof vorbei erreichbar. Zu Schänke und Biergarten gibt es nur einen Zugang. Er liegt gegenüber vom Klosterladen. Wer hinein möchte, muss am Eingang seine Kontaktdaten hinterlegen.

Verantwortung

Es ist möglich das entsprechende Formular vorab auf der Homepage des Klosters herunterzuladen und schon zu Hause auszufüllen. Gastronomiedirektor Giuseppe Cerasola versichert, dass alle Daten dem Datenschutz entsprechend behandelt werden. ­Außerdem herrscht Maskenpflicht. „Nur am Tisch muss niemand eine Maske tragen“, sagt Cerasola. Der Tisch wird allerdings zugewiesen. Ausgabeschalter und Leergutrückgabe wurden so umgebaut, dass Abstand gehalten werden kann. Die Speisekarte ist auf Klassiker wie Haxe, Schweinebraten, Käsespätzle und Tagessuppe reduziert und im Außenbereich gibt es Bratwurst und Leberkäse an einer Bude im Eingangsbereich.

Cerasola und Geschäftsführer Christian Weghofer freuen sich über die Disziplin und Bereitschaft der Gäste, die Auflagen mitzutragen. „Die Leute entscheiden, ob der Kreuzberg offen bleibt. Wir wissen nicht wie lange wir mit den Auflagen leben müssen. Möglicherweise den ganzen Sommer über“, mutmaßt Weghofer. „Wir können nur dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen passen, um die Bestimmung einzuhalten. Die Leute selbst sind in der Verantwortung, dass sie es dann auch tun.“  

 Marion Eckert

Infos

Gottesdienste in der Klosterkirche an Sonn- und Feiertagen um 9 und 11 Uhr, werktags um 9 Uhr; Teilnahme an Sonn- und Feiertagen wegen der reduzierten Plätze nur nach telefonischer Anmeldung über die Rezeption der Klosterbetriebe, Telefon: 09772/91240. Anmeldeformular Klosterschänke/Biergarten: „www.kloster-kreuzberg.de“.

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